Jad Halimeh arbeitet an der Schnittstelle zwischen Theorie und Anwendung und verbindet die Welt der Formeln mit technologischen Entwicklungen im Quantencomputing und versucht dabei, exotische Quantensysteme zu verstehen.
Arbeiten am iPad: der Quantenphysiker Jad Halimeh an der LMU
An der Wand des Büros stehen auf dem Whiteboard allerlei Gleichungen: lange Formeln mit Operatoren, die komplexe Quantensysteme beschreiben. Dazwischen Kurven in Koordinatensystemen, die Messungen mit Simulationen vergleichen. Fragt man Jad Halimeh, was diese Gebilde bedeuten, beginnt er zu erklären, zeichnet weitere Kurven und spricht über Phasengleichgewichte oder Hadronisierung – stets so, dass er seinen Besucher in die Tiefen der quantenmechanischen Welt mitnimmt.
Er blickt zwischendurch kurz auf und erklärt weiter. „Wir versuchen, exotische quantenmechanische Vielteilchensysteme zu verstehen“, sagt Halimeh, seit Kurzem Quantenphysik-Professor an der LMU und Mitglied im Münchner Exzellenzcluster MCQST. Gemeint sind kontrolliert aufgebaute Systeme, die komplexe Vielteilchenphysik experimentell nachbilden: Synthetische Quantensysteme nennt er das. Weiterlesen