19 Jul

Physik Modern

Termin:

Fr.:
Regelmäßig während der Semester, an den angegebenen Donnerstagen, Beginn 19:15 Uhr

19. Juli 2024

Die Vorträge stellen aktuelle Forschungsgebiete der Fakultät für Physik der LMU München und der beteiligten Max-Planck-Instituten in einer allgemeinverständlichen Weise dar. Die Vorlesungsreihe richtet sich an eine breite fachinteressierte Öffentlichkeit. Im Anschluss an den Vortrag wird Raum für Diskussion und persönliches Gespräch gegeben.

Die Vorträge finden an den angegebenen Donnerstagen jeweils um 19:15 im Hörsaal H030, Schellingstr. 4, statt (außer am 19.7.2024!).

  • 19.07.2024 um 8.30 Uhr im Großen Physikhörsaal (N120)

    Teilchenbeschleuniger in der Medizin – von der Braun’schen Röhre zum Nano-Lichtsegel
    Prof. Jörg Schreiber (LMU München)

    Die Entwicklung von Teilchenbeschleunigern ist seit je her getrieben durch grundlegende Fragestellungen der Physik. In den vergangenen 100 Jahren eröffnete jede Neuerung in der Beschleunigertechnologie auch neuartige Anwendungen, vor allem auch in der Medizin. Dabei spielt die Ionenstrahl-Therapie zur Behandlung von Tumoren eine immer größere Rolle. Wir erforschen die Möglichkeiten, Teilchen in Zukunft mit ultrakurzen, hochintensiven Laserimpulsen zu beschleunigen und damit die nächste Revolution einzuleiten. Gepaart mit interessanten experimentellen Demonstrationen werde ich die wichtigsten Aspekte in diesem Vortrag erklären.
  • 16.05.2024 um 19.15 Uhr
    Was ist eigentlich String Theorie?
    Prof. Ivo Sachs (LMU München)

    In 60 Jahren hat die Stringtheorie unser Verständis der Quantenfeldtheorie und der Gravitation maßgeblich beeinflusst. Trotzdem sind die der Stringtheorie zugrundelegenden Prinzipien noch weitgehend unbekannt und daher wichtiger Bestandteil der aktuellen Forschung.
    Ich werde versuchen den Stand der Forschung verständlich zu beschreiben und dann Ausblicke geben, wo die spannende Reise hingehen könnte.

  • 18.04.2024 um 19:15 Uhr
    „Halt doch mal still“ — Turbulente Plasmen in Kernfusion und Weltraumphysik
    Dr. Daniel Told (MPI für Plasmaphysik)

    Fast die gesamte sichtbare Materie des Universums liegt im Plasmazustand vor, von den Sternen bis hin zum interstellaren Medium. Auf der Erde streben Fusionsforscher danach, Plasmen effizient einzuschließen, um Kernfusion als nachhaltige Energiequelle nutzbar zu machen. Die dafür nötigen extremen Bedingungen führen zu einer turbulenten Durchmischung des Plasmas — eines der größten Hindernisse für die Fusionsforschung.

    In diesem Vortrag werden die Herausforderungen im Zusammenhang mit diesen Phänomenen gezeigt, sowie die Methoden dargestellt, durch welche wir unser Verständnis vorantreiben. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Gemeinsamkeiten mit der Weltraumphysik: Raumsonden und astrophysikalische Beobachtungen erlauben uns, Plasmaphänomene wie Turbulenz und magnetische Rekonnexion, die auch für unsere Fusionsexperimente entscheidend sind, unter natürlichen Bedingungen zu untersuchen.

WS 2023/24

  • 25.01.2024 um 19:15 Uhr
    Struktur auf großen Skalen und die Geschichte des Universums
    Dr. Julia Stadler (MPI für Astrophysik / LMU München)

    Die großräumige Verteilung von Galaxien enthält wichtige Informationen zu den Anfangsbedingungen im frühen Universum und zur kosmologischen Entwicklung seither. Insbesondere tragen sie dazu bei, die Natur der Dunklen Energie zu entschlüsseln, die die Ausdehnung des Universums beschleunigt. Einige neuen Instrumente werden diese großräumigen Strukturen über die kommende Dekade mit nie dagewesener Genauigkeit vermessen. Der Vortrag erläutert zunächst unser theoretisches Verständnis von der Entwicklung des Universums und von der Entstehung großskaliger Strukturen. Anschließend diskutiert er, wie wir die Theorie mit den Beobachtungen vergleichen und dadurch weiter präzisieren können.
  • 21.02.2024; Achtung, ausnahmsweis mittwochs um 8.30 Uhr im HS N020 (LMU Hauptgebäude)
    Physik lebender Systeme
    Prof. Joachim Rädler (LMU München)

    Die Physik lebender Materie behandelt Systeme von beweglichen und sich durch Teilung vermehrenden Objekten, z.B. Bakterienkulturen, zelluläre Gewebe oder auch Fischschwärme. Während atomare und molekulare Ordnung im Festkörper gut verstanden sind, zeigen lebende Systeme geradezu unerwartete dynamische Phänomene, die als "emergente Eigenschaften" in nicht-linearen Systemen außerhalb des thermodynamischen Gleichgewichts bekannt sind. In meiner Vorlesung zeige ich, wie in experimentellen Zeitraffaufnahmen kollektive Dynamik gemessen wird und wie die beobachtete Bewegung und Formbildung von lebenden Zellen mittels anschaulicher physikalischer Modelle verstanden werden kann. Dabei wird beleuchtet, dass auch einfache mechanische Konzepte, wie Elastizität, Spannung und Grenzflächenenergien zum Verständnis von biologischer Strukturentstehung beitragen und physikalische Prinzipen sich auf lebende Systeme erweitern lassen.

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